Weiterbildungsgutschein: Neue Studie
Die Forschungsstelle für Bildungsökonomie der Uni Bern hat im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) eine Feldstudie mit 2400 Bildungsgutscheine für nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen durchgeführt. Das Resultat erscheint allerdings nur bedingt aussagekräftig: Zum einen hat der Versuch aufgezeigt, das die Weiterbildungsbeteiligung mit den Gutscheinen leicht gesteigert werden kann, zum anderen kam es aber auch zu "Mitnahmeeffekte" in Fällen, wo Weiterbildungen sowieso geplant waren. Erstaunlich ist auch, dass vor Antritt einer Weiterbildung keiner der Beschenkten von der zusätzlich offerierten Möglichkeit einer Weiterbildungsberatung Gebrauch machte. Das Fazit von Bildungsökonom Prof. Stefan Wolter, dem Leiter des Feldversuchs, fällt wohl auch deshalb etwas ernüchternd aus: Wolter rät von einer flächendeckenden Einführung des Bildungsgutschein ab und empfiehlt stattdessen höchstens einen selektiven Einsatz bei Personen mit tiefem Bildungsstand.
