Weiterbildung: Frauen bezahlen meist selber
Laut Professor Stefan Wolter, dem Leiter der Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern und Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) beläuft sich der Weiterbildungsmarkt in der Schweiz gemäss einer Hochrechnung auf rund 5,3 Milliarden Franken. Finanziert wird dieser quartäre Bildungssektor, der somit fast 1% des Bruttoinlandproduktes ausmacht, zu beinahe 50% durch die Teilnehmenden selbst. Bei den rund 30% durch die Arbeitgebenden finanzierten Weiterbildungen fällt auf, dass Männer häufiger unterstützt werden, als Frauen. Eine Erklärung dafür ist das Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, allerdings bleibt bei einem auf Vollzeitarbeitende reduzierter Vergleich immer noch eine deutliche Diskriminierung sichtbar. Generell bestätigen die in dem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung publizierten Ergebnisse von Wolter (NZZ vom 27.Mai09, B3 der Weiterbildungsbeilage) das bekannte Phänomen des Mathäusprinzips in der modernen, schweizerischen Weiterbildung: Wer schon Bildung hat, dem wird auch mehr Weiterbildung gegeben.
