Weiter mit dem Weiterbildungsgesetz
An der gestrigen Weiterbildungstagung des SVEB's (Schweizerische Verband für Weiterbildung) forderte dessen Präsident, Rudolf Strahm, und mit ihm die überwiegende Mehrheit der Podiumsgäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden den Bundesrat auf, das anstehende Weiterbildungsgesetz voranzutreiben. Die Ausarbeitung des Gesetzes, welches einen Verfassungsauftrag einlöst, ist von Bundesrätin Doris Leuthard eingeleitet worden. Ein erster, diesbezüglicher Bericht des Bundesrates wurde jedoch am 25. März 09 nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Die darüber entstandene Ratlosigkeit war bei den aus der ganzen Schweiz angereisten WeiterbildungsexpertInnen deutlich zu spüren.
Es steht nun zu hoffen, dass diese Tagung des SVEB zum Auftakt einer geeinten Lobby für die Zukunft der Weiterbildung in der Schweiz wird. Noch leidet die politische Arbeit an der Heterogenität des Weitbildungssektors, welche damit beides, Stärke, wie Schwäche dieses Bildungssektors repräsentiert. Mit der wachsenden Akzeptanz, dass Weiterbildung neben Migranten, Illettristen, WiedereinsteigerInnen, die es sich nicht, und ManagerInnen, die es sich leisten können, uns alle betrifft und uns alle vorwärts bringt, kann hoffentlich auch die Förderung der entsprechender Forschung, der geeigneten Qualitätsstandards, der institutionellen Koordination, der bedarfsgerechten Information usw. per Rahmengesetz zum Wohle aller (vielleicht sogar auch der Arbeitgeberverbände) etabliert werden.
