Zwei Sprachen sind nicht zuviel
Primarschulkinder werden mit zwei Fremdsprachen nicht überfordert. Im Gegenteil: Frühenglisch führt dazu, dass Kinder später besser Französisch lernen. Zu diesem Schluss kommt eine in vier Zentralschweizer Kantonen durchgeführte Nationalfonds-Studie. Wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am Dienstag, 7. April mitteilte, untersuchten Forscher der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz von 2005 bis 2008, wie gut 30 Primarklassen in den Kantonen Obwalden, Zug und Schwyz nach dem Frühenglisch Französisch lernten. Als Vergleich dienten 20 Luzerner Schulklassen, in denen Frühenglisch noch nicht eingeführt war. Wer zuerst Englisch gelernt hat, lernt danach besser Französisch. Aus diesem Ergebnis lässt sich kein Plädoyer für das Frühenglisch ableiten: "Die umgekehrte Sprachenfolge, also Französisch vor Englisch, könnte zu ähnlich positiven Effekten führen", sagt Andrea Haenni Hoti, die Leiterin der Studie.
Die Medienmitteilung in voller Länge finden sie hier.
Den Schlussbericht der Studie "Frühenglisch -Überforderung oder Chance? Eine Längsschnittstudie zur Wirksamkeit des Fremdsprachenunterrichts auf der Primarstufe" finden Sie hier.
