Weiter mit dem Weiterbildungsgesetz
by Benedikt Feldges
@ 29.04.2009 14:07 CEST
An der gestrigen Weiterbildungstagung des SVEB's (Schweizerische Verband für Weiterbildung) forderte dessen Präsident, Rudolf Strahm, und mit ihm die überwiegende Mehrheit der Podiumsgäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden den Bundesrat auf, das anstehende Weiterbildungsgesetz voranzutreiben. Die Ausarbeitung des Gesetzes, welches einen Verfassungsauftrag einlöst, ist von Bundesrätin Doris Leuthard eingeleitet worden. Ein erster, diesbezüglicher Bericht des Bundesrates wurde jedoch am 25. März 09 nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Die darüber entstandene Ratlosigkeit war bei den aus der ganzen Schweiz angereisten WeiterbildungsexpertInnen deutlich zu spüren.
Es steht nun zu hoffen, dass diese Tagung des SVEB zum Auftakt einer geeinten Lobby für die Zukunft der Weiterbildung in der Schweiz wird. Noch leidet die politische Arbeit an der Heterogenität des Weitbildungssektors, welche damit beides, Stärke, wie Schwäche dieses Bildungssektors repräsentiert. Mit der wachsenden Akzeptanz, dass Weiterbildung neben Migranten, Illettristen, WiedereinsteigerInnen, die es sich nicht, und ManagerInnen, die es sich leisten können, uns alle betrifft und uns alle vorwärts bringt, kann hoffentlich auch die Förderung der entsprechender Forschung, der geeigneten Qualitätsstandards, der institutionellen Koordination, der bedarfsgerechten Information usw. per Rahmengesetz zum Wohle aller (vielleicht sogar auch der Arbeitgeberverbände) etabliert werden.
Wirksame Sprachförderung durch Lehrer mit Migrationshintergrund
Ein interessantes Projekt aus Deutschland:
Integration durch sprachliche und fachliche Förderung - das ist die Idee hinter dem Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" der Stiftung Mercator. Das Projekt erzielte bisher bei Schülern und Lehramtsstudierenden gute Erfolge: Etwa 70 Prozent der Förderschüler mit anfangs mangelhaften und ungenügenden Noten in Deutsch und Mathematik konnten sich um mindestens eine Note steigern. Dabei zeigte sich, dass insbesondere diejenigen profitieren, die von Förderlehrern mit gleicher ethnischer Herkunft unterrichtet werden.
Zum Bericht
Zur Projekt-Website "Förderunterricht"
Zwei Sprachen sind nicht zuviel
by Beatrice Hodel
@ 07.04.2009 14:32 CEST
Primarschulkinder werden mit zwei Fremdsprachen nicht überfordert. Im Gegenteil: Frühenglisch führt dazu, dass Kinder später besser Französisch lernen. Zu diesem Schluss kommt eine in vier Zentralschweizer Kantonen durchgeführte Nationalfonds-Studie. Wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am Dienstag, 7. April mitteilte, untersuchten Forscher der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz von 2005 bis 2008, wie gut 30 Primarklassen in den Kantonen Obwalden, Zug und Schwyz nach dem Frühenglisch Französisch lernten. Als Vergleich dienten 20 Luzerner Schulklassen, in denen Frühenglisch noch nicht eingeführt war. Wer zuerst Englisch gelernt hat, lernt danach besser Französisch. Aus diesem Ergebnis lässt sich kein Plädoyer für das Frühenglisch ableiten: "Die umgekehrte Sprachenfolge, also Französisch vor Englisch, könnte zu ähnlich positiven Effekten führen", sagt Andrea Haenni Hoti, die Leiterin der Studie.
Die Medienmitteilung in voller Länge finden sie hier.
Den Schlussbericht der Studie "Frühenglisch -Überforderung oder Chance? Eine Längsschnittstudie zur Wirksamkeit des Fremdsprachenunterrichts auf der Primarstufe" finden Sie hier.
International Wildlife Research Week: Studienwoche im Schweizerischen Nationalpark
Schweizer Jugend forscht organisiert vom 28. Juni bis 4. Juli 2009 eine Wildtier- und Wildpflanzen-Studienwoche für Jugendliche aus der Schweiz und ganz Europa.
Du erlernst die Methodik einer wissenschaftlichen Untersuchung in der Praxis und gewinnst zahlreiche wertvolle Erfahrungen. Die Kurskosten trägt Schweizer Jugend forscht.
Vorausgesetzt werden ein ausgeprägtes Interesse für Biologie sowie sehr gute Englischkenntnisse.
Anmeldetermin ist der 15. Mai 2009.
Weitere Infos und Anmeldeformular unter folgendem Link: http://www.sjf.ch/index.php?id=446&L=0
Weiterbildung aus eigenem Antrieb
Laut einer durch die Fachhochschule St. Gallen erstellten Bildungsstudie setzten sich 86,3% der 5000 Befragten (Kursteilnehmende aus 240 Bildungsinstitutionen) den Impuls zur Aus- und Weiterbildung selber. Offenbar ist das Interesse der Arbeitgebenden an Mitarbeitenden, die sich up-to-date halten oder gar ihre Fachkentnisse und "soft skills" (Sozial- und Selbstkompetenzen) weiterentwickeln wollen, noch verschwindend klein.
Mehr zur Studie finden Sie über den Fachmedienverbund Panorama aktuell.pdf des SDBB.
BudgetGame – das interaktive Lernspiel rund ums Geld
So lernt man frühzeitig den bewussten Umgang mit Geld
Die nächste Frühlingsspielrunde findet bald statt!
Frühling: 11.05.2009 – 21.06.2009
Was ist PostFinance BudgetGame?
PostFinance BudgetGame ist ein Lernspiel im Internet zum Umgang mit Geld. Es wird den Schweizer Schulen unentgeltlich zur Verfügung gestellt und richtet sich an die Oberstufenklassen der Volksschule (14-16 Jahre). Didaktik und Lerninhalte wurden, basierend auf den kantonalen Lehrplänen, durch die Firma LerNetz AG realisiert.
http://www.www.postfinance.ch/budgetgame -
Das interaktive Lernspiel zum Umgang mit Geld
NEU ab August 2009!
PostFinance begleitet die Schulen ab August 2009 noch besser. Oberstufenklassen, Maturitäts- und Berufsfachschulen können ab August 2009 online den Umgang mit Geld lernen. Und zwar das ganze Jahr über.
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Lernspiels begleitet PostFinance an einen spannenden Event.
Kontakt Stephan Wüthrich, PostFinance, Projektleiter BudgetGame, e-Mail: stephan.wuethrich@postfinance.ch
Umsetzung und Realisation:
Isabel von Steiger, LerNetz AG, e-Mail: isabel.vonsteiger@lernetz.ch